Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ist eine Ressort­forschungs­einrichtung im Geschäfts­bereich des Bundes­ministeriums für Wohnen, Stadt­entwicklung und Bauwesen (BMWSB) und berät die Bundes­regierung auf nationaler sowie europäischer Ebene bei Aufgaben der Stadt- und Raum­entwicklung sowie des Wohnungs-, Immobilien- und des Bauwesens.

Das BBSR sucht für das Referat WB 4 zum nächst­möglichen Zeitpunkt auf Dauer eine:

Referatsleitung (w/m/d)
„Digitale Transformation des Bauwesens“

Der Dienstort ist Bonn.
Kennziffer: 309-22

Aufgabengebiet

Die Abteilung „Wohnungs- und Bauwesen“ (WB) arbeitet an der Schnitt­stelle zwischen Politik, Forschung und Praxis und leistet fachlich fundierte Politik­beratung in den Bereichen Bauen, Wohnen und Architektur.

Das Aufgabengebiet umfasst die Leitung und Führung des Referats WB 4 „Digitale Transformation des Bauwesens“ mit derzeit 6 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Das Referat wird unter der jetzigen Bezeichnung seit 2 Jahren fachlich-inhaltlich neu ausgerichtet und befindet sich in einem Prozess, der Raum für eigene Gestaltungs­möglich­keiten gemeinsam mit einem motivierten und kompetenten Team lässt.

Seine Kernaufgaben liegen in der Identifikation und Formulierung zentraler Forschungs­fragen aus öffentlich-rechtlicher Perspektive sowie der inhaltlichen Ausgestaltung und Betreuung von Forschungs­projekten auf diesem Gebiet. Dies umfasst auch die Teil­nahme am wissen­schaftlichen und fachlichen Erfahrungs­austausch auf interner, nationaler und inter­nationaler Ebene sowie den laufenden Wissens­transfer von Forschungs­erkenntnissen. Neben der Erstellung von Fach­publikationen zählen dazu u.a. die Vor­bereitung, Durch­führung und Dokumentation von Ver­anstaltungen.
Im Bereich der Digitalisierung des Planens, Bauens und Betreibens befasst sich das Referat mit der digitalen Transformation aller Prozess­schritte entlang der gesamten Wert­schöpfungs­kette Bau. Der Nutzung der Methode Building Information Modeling (BIM) wird hierbei ein hoher Stellenwert bei­gemessen. Generelle Ziel­setzung ist es, sowohl den Mehrwert digitaler Technologien und Methoden zum Nutzen der Heraus­forderungen im Bau­wesen, wie bspw. Klima­schutz und Klima­anpassung, Schaffung bezahlbaren Wohn­raums und Fachkräfte­mangel, zu mobilisieren als auch allen Akteuren der klein­teilig geprägten Wert­schöpfungs­kette Bau in Deutschland weiterhin einen voll­wertigen Markt­zugang zu ermöglichen. Das Referat leistet damit einen Beitrag zur Schaffung einer durch­gängigen digitalen Prozess­kette mit offenen und transparenten Daten­schnitt­stellen im gesamten Lebens­zyklus von Gebäuden. Zum Aufgaben­gebiet des Referats zählen die Beobachtung und Auswertung inter­nationaler Ent­wicklungen im Bereich der Digitalisierung – bis hin zu Themen wie Künstliche Intelligenz (KI), Robotik, Sensorik und Internet of Things im Bauwesen – sowie die Vertretung Deutschlands in inter­nationalen Ausschüssen zu BIM sowie in deren nationalen Spiegelgremien.

Zunehmende Bedeutung für das Referat erhält die Heraus­forderung einer gelingenden Wissen­schafts­kommunikation zum geeigneten Transfer von Forschungs­erkenntnissen in Praxis, Verwaltung und Politik.

Im Referat angesiedelt ist die Geschäfts­stelle GAEB (Gemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen), die den bereits erfolgreich digitalisierten Teil­prozess von Aus­schreibung und Vergabe von Bau­leistungen verantwortet.

Darüber hinaus nimmt das Referat gemeinsam mit dem Bundes­ministerium für Wohnen, Stadt­entwicklung und Bauwesen (BMWSB) Steuerungs­aufgaben gegenüber BIM Deutschland, dem Nationalen Kompetenz­zentrum für die Digitalisierung des Bauwesens, wahr.

Ein weiteres Arbeitsfeld stellt die Übertragung digitaler Planungs-, Fertigungs- und Nutzungs­modelle auf den immer wichtiger werdenden Bereich des Bestands­baus dar. Zentrale Frage­stellungen sind hier vor allem die Verfügbar­machung von Informationen (Bestands­erfassung) und die Eignung von Prozess­modellen aus dem Neubau für die veränderten und komplexeren Rand­bedingungen des Bauens im Bestand.

Im Zuge der digitalen Transformation verändern sich die Anforderungs­profile an eine Mehr­zahl der Akteure in der Wert­schöpfungs­kette Bau. Um einer deskriptiven Ver­änderung von Berufs­bildern vorzu­beugen bedarf es einer voraus­schauenden Analyse und Kommunikation.

Anforderungen

Bewerbungsberechtigt sind Beamtinnen und Beamte des höheren Dienstes ab Besoldungs­gruppe A 13h BBesO sowie vergleichbare Tarif­beschäftigte und sonstige Bewerberinnen / Bewerber, die bereits ein vergleich­bares Amt inne haben / gehabt haben.

Voraus­gesetzt werden:

  • abgeschlossenes Hochschulstudium (Uni-Diplom bzw. Master) in den Fachrichtungen Architektur, Bauingenieur­wesen, Versorgungs­technik, Energie­technik oder ein vergleichbarer Abschluss
  • Berufserfahrung im Bereich der technisch-wissenschaftlichen Politik­beratung sowie in praxis­orientierter Forschung in den Aufgaben­feldern Digitalisierung des Bauens und Building Information Modeling (BIM)
  • nachgewiesene Beschäftigung mit der öffentlich-rechtlichen Sphäre des Bauens sowie volkswirt­schaftliche und soziologische Grund­kenntnisse
  • ausgeprägte Fähigkeit, im Aufgabenfeld auf der Basis wissenschaftlicher Analysen und identifizierter technischer Entwicklungen neue Themen­felder zu entwickeln
  • stark ausgeprägte Fähigkeit zur Führung und Motivation von Mitarbeiter­innen und Mitarbeitern sowie selbst­ständiges und eigen­verantwortliches Handeln
  • stark ausgeprägte Fähigkeit, fundierte Ent­scheidungen zügig zu treffen, diese umzu­setzen und auch in Gremien und im politischen Raum zu vertreten
  • ausgeprägte Fähigkeiten im Strukturieren, Verfassen und Koordinieren von politischen und wissen­schaft­lichen Texten oder Berichten
  • ausgeprägtes Planungs- und Organisations­vermögen sowie hohe Belast­barkeit und Flexibilität
  • eine überdurchschnittliche Kommunikations-, Kooperations- und Kritik­fähigkeit sowie eine sehr hohe soziale Kompetenz
  • Aufgeschlossenheit für Gender-Aspekte und die Verein­barkeit von Familie und Beruf
  • sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift; gute Kennt­nisse einer weiteren europäischen Amts­sprache sind von Vorteil
  • Bereitschaft zu (mehrtägigen) (Flug-)Dienst­reisen ins In- und Ausland

Bezahlung

Die Eingruppierung erfolgt in Entgeltgruppe 15 TVEntGO des Bundes, soweit die persönlichen Anforderungen erfüllt sind.

Der Dienstposten bietet Beamtinnen und Beamten bei Vorliegen der persönlichen und haushalts­mäßigen Voraus­setzungen Aufstiegs­möglich­keiten bis zur Besoldungs­gruppe A 15 BBesO.

Bei der Auswahl einer / eines Tarif­beschäftigten erfolgt die Einstellung auf Dauer zunächst in Entgelt­gruppe 13 TVEntgO Bund. Für die Dauer von einem Jahr wird die Führungs­position auf Probe übertragen. In dieser Zeit wird eine persönliche Zulage nach Entgelt­gruppe 15 TVEntGO gemäß § 14 TVöD gewährt. Die endgültige Ein­gruppierung in Entgelt­gruppe 15 TVEntGO erfolgt nach erfolg­reich absolvierter Probezeit.

Bei Beamtinnen und Beamten richtet sich die Dauer der Erprobungs­zeit nach § 34 Bundes­laufbahn­verordnung (BLV).

Unser Angebot

  • eine abwechslungsreiche Tätig­keit mit Eigen­ver­antwortung, Gestaltungs­spiel­raum und engem Nutzer­kontakt in einem kollegialen Umfeld
  • interessante Fort- und Weiter­bildungs­möglichkeiten
  • umfangreiche Sozial­leistungen
  • Vereinbar­keit von Familie und Beruf, z.B. durch flexible Arbeits­zeit­gestaltung. Auch Teil­zeit­arbeit ist grund­sätzlich möglich. Wir wurden als besonders familien­freundlich zertifiziert. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Website im Bereich „Das BBR als Arbeitgeber“

Besondere Hinweise

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung gewähr­leistet die berufliche Gleich­stellung von Frauen und Männern und fördert die Viel­falt unter den Mitarbeitenden. Wir sind bestrebt, den Frauen­anteil zu erhöhen und Unter­repräsentanz in Führungs­funktionen zu beseitigen. Frauen werden bei gleicher Qualifikation bevor­zugt berück­sichtigt.

Der Dienstposten ist grundsätzlich zur Besetzung mit Teil­zeit­kräften geeignet. Eine Besetzung in Doppel­spitze ist nicht möglich. Gehen ent­sprechende Bewerbungen ein, wird im Einzel­fall geprüft, ob den Teil­zeit­wünschen im Rahmen der dienst­lichen Möglich­keiten entsprochen werden kann.

Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten und mit Migrations­hinter­grund sind willkommen.

Von schwerbehinderten Bewerberinnen / Bewerbern wird nur ein Mindest­maß an körper­licher Eignung verlangt; sie werden bei gleicher Eignung bevor­zugt berück­sichtigt.

Bewerbungsverfahren

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, bewerben Sie sich bitte bis zum 21.08.2022 bei uns. Wir nutzen das elektronische Bewerbungs­system des Anbieters Interamt. Wenn Sie auf die Aus­schreibung durch eine andere Website als http://www.interamt.de auf uns aufmerksam geworden sind, folgen Sie dem nach­folgenden Link:

https://www.interamt.de/koop/app/stelle?id=831941

Bewerben Sie sich bei interamt.de mit dem Button „Online bewerben“ rechts neben dem Aus­schreibungs­text. Interamt ist barriere­frei. Falls Sie Ihre Bewerbung dennoch nicht online ein­reichen können, wenden Sie sich bitte an die unter den Kontakt­daten genannte Person.

Bitte füllen Sie den Bewerbungsbogen vollständig aus und stellen Sie hier Ihre voll­ständigen Bewerbungs­unterlagen als Anlage in Ihr Kandidaten­profil ein. (Motivations­schreiben, Lebens­lauf, sämtliche Abschluss­zeugnisse sowie Arbeits­zeugnisse, ggf. die letzten drei Beur­teilungen und weitere Qualifikations­nachweise, insbesondere für die Ausübung der ausge­schriebenen Funktion unter Berück­sichtigung der Anforderungen sowie ggf. einen Nach­weis über die Schwer­behinderung oder Gleich­stellung).

Für die Berücksichtigung im Auswahl­verfahren ist eine aktuelle dienstliche Beurteilung bzw. ein aktuelles Arbeits­zeugnis beizu­fügen. Soweit ent­sprechende dienstliche Beurteilungen / Zeugnisse nicht vor­liegen, bitten wir, die Erstellung einzuleiten.

Interne Tarifbeschäftigte werden darauf hin­gewiesen, dass ggf. nach der Beurteilungs­richt­linie für den Geschäfts­bereich des Bundes­ministeriums des Innern und für Heimat eine Anlass­beurteilung angefordert wird.

Beschäftigte des öffentlichen Dienstes werden gebeten, die Ein­verständnis­erklärung zur Personal­akten­einsicht – unter Nennung der Anschrift der Personal­akten führenden Stelle – zu erteilen.

Sofern Sie einen ausländischen Hoch­schul­abschluss erlangt haben, fügen Sie bitte Ihren Bewerbungs­unterlagen einen Nachweis über die Aner­kennung des Abschlusses durch die Zentral­stelle für aus­ländisches Bildungs­wesen (ZAB) der Kultus­minister­konferenz bei.

Für Rückfragen zur Bedienung von Interamt, zur Registrierung, zu Störungen, Fehlern sowie Passwort­problemen steht Ihnen die kosten­freie Rufnummer 0800 330‑2204 zur Ver­fügung. Die Hotline erreichen Sie Montag bis Donnerstag von 07:00 bis 17:00 Uhr und Freitag von 07:00 bis 16:00 Uhr.

Bei fachlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Kaltenbrunner (Tel.-Nr. 0228 99 401-2500).

Ihre Ansprechpartnerin im Bewerbungsverfahren ist Frau Quade (Tel.-Nr. 030 18 401-8142).